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Von Zeutschach nach St. Lambrecht (St. LRWW, Teil 10)

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Traue niemals den Wetterprognosen: dieser Gedanke beschleicht uns an diesem Tag mehrmals. Weil ab Mittag Regen angesagt ist, stehen wir früh auf, um nach Frühstück mit selbst gebackenen Bauernbrot und Striezel den Weg nach St. Lambrecht anzutreten, wo wir uns – passend zum Regenwetter – in einem Hotel mit Indoorpool und Sauna einquartiert haben. 

   

 
Es kommt anders: Zunächst absolvieren wir einen kurzen Abstecher zum Zeutschacher Ursprung, einer Quelle die nach Angaben auf der Infotafel unfassbare 120 Liter Trinkwasser pro Sekunde ausspuckt (also 10 Millionen Liter Trinkwasser pro Tag). Auch wenn wir das „Lichtwesen“, das über der Quelle schwebt, nicht sehen, gefällt uns der Ort trotzdem.    
 Danach steigen wir auf dem romantischen Wiesen- und Waldweg zur entzückenden Kirche nach Maria Schönanger hinauf: es ist gleichzeitig ein Kreuzweg. Und weil es der 15. August und ein Marienfeiertag ist, treffen wir auf viele Menschen mit Kräuterbüscheln in der Hand. Wir wandern eine Stunde im mittelmäßigen Regen. Nach einer Kaffeepause mit Kärntner Reindling gehen wir auf der anderen Seite wieder runter. 

   
  
 Mit jedem zurückgelegten Höhenmeter hinunter, traut sich die Sonne mehr heraus. Und als wir auf der Schipiste erstmals das imposante Stift von oben sehen, haben sich alle Wolken verzogen. 

Wir haben viel Zeit: für den nach Elementen angeordneten Stiftsgarten, das Stift, Bankerlsitzen, ein Mittagsschläfchen, einen Ortsrundgang, das Stift, den so lange herbeigesehnten Eisbecher und Reden ohne Bergauf-Schnauferei. 

   
   
  
Wir bleiben. Und hoffen auf ebenso falsche Wetterprognosen am nächsten Tag, unserer letzten Etappe, von St. Lambrecht nach Murau. Für diesen Tag ist nämlich viel Regen angesagt. 

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