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Hölzlerhütte – Mößna (St. LRWW, Teil 13)

Gestärkt von Bauernbrot, Almbutter und Woazer (Germkuchen mit Zimtschneckenaroma) verwerfen wir unseren Routenplan. Statt über die Haseneckscharte und die Neunkirchnerhütte wählen wir die Strecke über die Seifriedsenke und die Broadlahnalm nach St.Nikolai.

Ein Grund: unsere abendliche Tischgesellschaft (ein Bauer und Jäger, ein Viehhalter – sowas erlebt man nur auf einer Almhütte) hat so vom Röhren der Hirsche zur Brunftzeit geschwärmt, dass wir Stadtpflanzen das auch erleben wollten. 

Aber: Außer zwei Hinterteilen von Gamsböcken nix gesehen und wir si d wieder einmal keiner Menschenseele begegnet. Zu Speikaroma und Murmelpfeifen steigen wir zum Funklsee hinauf. Die Wolkendecke zieht sich zwischendurch kurz großzügig zurück, der Blick auf die umliegende Weitsicht von der Seifriedsenke (2150 m) bleibt uns von oben aber verwehrt. Wenige Meter weiter unten schauen wir auf die atemraubende Bergkette – es ist nicht die erste und letzte. Schließlich sind wir von Gipfeln, Scharten, Senken und Spitzen umzingelt. 


Der steile Abstieg zieht sich ein bisserl, endlich am Seifriedbach unten (1520 m) hatschen wir, vorbei an Kühen und Almwiesen, auf der Forststrasse entlang des Seifriedbaches nach Mößna. 

Selten so ein entzückendes Örtchen gesehen: Blumen schmücken die Bushaltestelle, der Kaufladen ist zugleich Post, Bank und Tankstelle und Gänse watscheln uns über den Weg. 

Mößna: Schönste Blumenschmuck-Katastralgemeinde 2015

Achtung „Fußgänger“

 

Wir nächtigen bei einer lokalen Berühmtheit: bei Agnes Lemmerer in der liebevollen Sölkstubn in Mössna. Sie gilt als die Wiederentdeckerin der Kochkiste, in der kleinen Holzbox werden Speisen sanft stundenlang bei sanfter Temperatur   (nach)gegart. Erster Steirerkas der Tour, über Nocken. Schmeckt auf jeden Fall super. 

Autor: Nina Müller

Leute-Redakteurin der Kleinen Zeitung Steiermark.

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