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Trieben – Oberst-Klinke-Hütte (St. LRWW, Teil 17)

Oberst-Klinke-Hütte mit dem imposanten Admonter Kalbling im Hintergrund

Auftakt zur vierten Saison am noch immer weitgehend unbekannten steirischen Landesrundwanderweg. Es wartet das wilde, zauberhafte Gesäuse auf uns. Statt Rottenmann wählen wir die Route über Trieben auf die Oberst Klinke Hütte, da diese kürzer und asphaltbefreiter scheint. 3 Stunden Gehzeit, sagt das Internet.

Trieben

Trieben

Das kommt uns gemütlich vor, deswegen nehmen wir einen späteren Zug von Graz nach Trieben, ziehen noch eine kurze Ortsrunde, um unseren Weg über die Autobahnzufahrt und einer Jausenpause auf der Raststation zu beginnen. Mit Rucksack, Wanderschuhen und Stöcken wirken wir wie Außerirdische zwischen all den motorisierten Menschen und ihren kaffeelüsternden Autobahnaugen.

In der Autobahnrasträtte Trieben decken wir uns mit Jause ein

In der Autobahnrasträtte Trieben decken wir uns mit Jause ein

Dann geht’s endlich los am bislang unmarkiertesten Wegstück des STLRWW obwohl wir eigentlich auf dem Weitwanderweg 08, dem Eisenwurzenweg gehen. Zunächst steigen wir nach Dietmannsdorf hinauf. Höhenmeter machen lautet zunächst das Motto. Eigentlich wollten wir über die Kaiserau und die Sportalm zu unserem heutigen Etappenziel hinaufsteigen. Aber: Irgendwann war da keine einzige Markierung mehr. Und dann tauchte da ein super markierter Weg auf, der nicht in der Karte stand. Wir wählten den und kamen (auf der anderen Seite) beim Edenburgertörl heraus. 

Blick zurück auf Trieben. Hier wäre es zur Kaiserau gegangen, den Weg haben wir aber irgendwo verloren

Blick zurück auf Trieben. Hier wäre es zur Kaiserau gegangen, den Weg haben wir aber irgendwo verloren

Wir entschieden uns dort gegen die Kaiserau und für die Route über die Wagenbänkalm, wo wir während eines Regengusses einkehrten und von der Sennerin sofort auf einen Schnaps und Almraunkerln (das typische Kuhabtriebs-Gebäck) eingeladen wurden. Herzerwärmend.

Erste Blicke aufs Bergpanorama im Gesäuse

Erste Blicke aufs Bergpanorama im Gesäuse

Nach der kurzen Pause hatte Petrus Erbarmen mit uns und so spazierten wir gemütlich über Alm-und Waldboden im Trockenen Richtung Admonter Kalbling, zu dessen Füßen die riesige Oberst Klinke Hütte thront. Die letzte Stunde war die schönste des ganzen Tages, denn nach und nach hob sich der Wolkenvorhang und legte einzelne mächtige Gesäuseberge frei. Ein Panorama als Ansporn. Nach Gulasch und Knödelvatiation, Gerstensaft und Topfenstrudel mit Heidelbeeren genossen wir unser Zweibettzimmer. Und davor den Sonnenuntergang. 

Oberst-Klinke-Hütte mit dem imposanten Admonter Kalbling im Hintergrund

Oberst-Klinke-Hütte mit dem imposanten Admonter Kalbling im Hintergrund

Autor: Nina Müller

Leute-Redakteurin der Kleinen Zeitung Steiermark.

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