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Klinkhütte – Kalbling – Mödlinger Hütte (St. LRWW, Teil 18)

Der Admonter Kalbling duckt sich im Nebel

Aufstehen mit einer ersten Enttäuschung: es regnet. Und der Berg, auf den wir eigentlich frühmorgens steigen wollten, duckt sich hinter den Wolken. Die gute Nachricht: so bleibt mehr Zeit für das ausgezeichnete Frühstück. 

Ausgezeichnete Sichtverhältnisse beim Aufstieg

Ausgezeichnete Sichtverhältnisse beim Aufstieg

Im Tal scheint schon die Sonne, langsam verziehen sich die Wolken. Nix wie raus und rauf. Von 1486 wollen wir auf 2196 hinaufsteigen und dann noch ca 2 Stunden zur Mödlingerhütte weiterwandern. Übrigens: der Kalbling steht nicht auf der Route des STLRWW, wir nehmen ihn als Fleißaufgabe mit, da wir sonst auf dieser Etappe keinen Gipfelsieg zu verzeichnen hätten.

Der Weg dreht sich einmal um die Felswand

Der Weg dreht sich einmal um die Felswand

Vom Kalbinggatterl steigt es zunächst in Schleifen an den Fuß des felsigen Massivs. Durch ein hübsches Latschenfeld steigen wir weiter empor und queren die Südwand über ein Steinfeld (Achtung, Trittsicherheit erforderlich). Leider bleiben Nebel und eisiger Wind dicht an unsere Fersen geheftet. Über die Westwand steigen wir auf den Speikboden und sehen Dutzende Gämsen auf einen Blick. Das entlohnt die Strapazen des Aufstiegs. Im Gegensatz zu einem nicht gerade üppigem Gipfelkreuz bei Nullsicht im Nebel. 

Die Gämsen am Kalbling scheinen ziemlich relaxed

Die Gämsen am Kalbling scheinen ziemlich relaxed

Den Sparafeld lassen wir angesichts der Eiseskälte aus, dafür geht sich noch ein Suppenstopp in der Sonne auf der Oberst Klinke Hütte aus, bevor wir über einen hübschen Weg bei super Aussicht auf den Admonter Reichenstein und andere schroffe Felswände über die Vordere und Hintere Flitzenalm auf die Mödlinger Hütte hinaufsteigen.

Mödlinger Hütte

Mödlinger Hütte

Was für ein bezaubernder Ort. Hinreißende Zimmer, hübsch dekorierte Lager, kostenlose Warmwasserduschen (so macht man Wanderinnen binnen Minuten glücklich), rein regionales Essen, Steirerkas-Kostproben, Bananen-Marzipan-Schnitten und ein superfreundliches Ehepaar – Alfred und Annabell Stieg – die die Hütte seit 2016 führen. Dazu der atemberaubende Ausblick an einem Ort, dessen Energieversorgung auf Rapsöl und Photovoltaikanlage basiert. Ein echter Tipp für die Übernachtung auf 1523 Metern. 

Ein Matratzenlager ganz für uns: Mödlinger Hütte

Ein Matratzenlager ganz für uns: Mödlinger Hütte

Autor: Nina Müller

Leute-Redakteurin der Kleinen Zeitung Steiermark.

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