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Radmer – Eisenerz (St. LRWW, Teil 21)

Tag fünf der Teiletappe Trieben – Eisenerz und das heißt: Finaale! Von Radmer geht es heute an den Zielort unserer diesjährigen Wanderwoche. Und der heißt, wenn es nach J. geht: Leopoldsteinersee. Auffällig oft ist während des Gehens die Rede davon, wie schon und malerisch der See doch liegt und wie toll es sein wird, in das kalte Wasser hineinzuspringen. Das Tagesziel heißt also: Schnell genug gehen, damit sich noch ein Hupfer ausgeht!

Radmer lassen wir bald hinter uns

Radmer lassen wir bald hinter uns

Allzu anspruchsvoll ist die heutige Etappe auch nicht: Da das Wegstück über das Flieherkreuz seit einem Hangrutsch gesperrt ist, müssen wir per Forststraße nach Eisenerz hatschen. Gemütlich, aber langweilig. Entschädigung bieten da nur die ständig wechselnden spektakulären Aussichten auf die Berge rundherum.

Gesperrt: Der 601 weicht über die (leider längere) Forststraße aus

Gesperrt: Der 601 weicht über die (leider längere) Forststraße aus

Auch für ein paar Wander-Tratscherl mit anderen Leuten ist Zeit, das verkürzt die Zeit auch auf angenehme Weise. .

Spektakuläre Aussichten von der Forststraße aus: Kaiserschild (2084m) mit Bärenloch

Spektakuläre Aussichten von der Forststraße aus: Kaiserschild (2084m) mit Bärenloch

Überraschend schnell kommen wir in der Eisenerzer Ramsau an, von wo aus wir schon am Handy eine Bus-Verbindung zum Leopoldsteinersee ausfindig gemacht werden. Wir werden schnell wie noch nie, um den Bus auch wirklich zu erreichen und eilen unter anderem an der Ausbildungsstätte für Nordische Wintersportler vorbei. Heute leider kein Mattenspringen.

NAZ Eisenerz: Leider heute kein Mattenspringen für uns

NAZ Eisenerz: Leider heute kein Mattenspringen für uns

Wir kommen pünktlich bei der Bushaltestelle an, vom Bus allerdings keine Spur. Auch am Fahrplan ist von der Verbindung, die uns die App da versprochen hat, leider keine Rede mehr. Was tun? Handynetz gibt es leider keines. Als wir ins nächste Gasthaus gehen wollen, um uns dort ein Taxi rufen zu lassen, passiert das unwahrscheinliche Glück: Ein Taxi fährt vor! Die Fahrerin klärt uns dann auch gleich auf, was es mit dem mysteriösen Bus auf sich hatte. Rufbus! Kommt nur dann, wenn man ihn eine Stunde vorher auch bestellt. Darauf sind wir Stadtpflanzen, die beide aus eher Öffi-Verbindungs-verwöhnten Teilen der Steiermark kommen, nicht selber gekommen. Praktischerweise ist die Taxifahrerin in Personalunion mit der Rufbusfirma und bringt uns daher nicht nur – jetzt noch zum Taxipreis – zum Leopoldsteinersee, sondern notiert unseren Bedarf für die Rückfahrt gleich. Sehr praktisch!

Der Berg, der am leichtesten zu erkennen ist von allen: Erzberg

Der Berg, der am leichtesten zu erkennen ist von allen: Erzberg

Somit lassen wir den langen Straßenhatsch hinein nach Eisenerz einen langen Straßenhatsch sein und fahren direkt zum See, wo wir noch großzügige 3 Stunden Zeit zum Plantschen, Grapefruitradlertrinken und Sonnenbaden haben. Das Wasser hat vielleicht 17,18 Grad und schnürt einem kurz die Luft ab, aber es lohnt sich. Und nächstes Jahr werden wir genau von hier aus starten: Es geht über die Sonnschienhütte auf den Hochschwab und auf der anderen Seite wieder hinunter bis nach Krieglach: Eine wunderschöne, aber auch fordernde Teilstrecke. Vielleicht trainieren wir aber vorher endlich einmal!

Türkisblaues Seensuchtsziel: Leopoldsteinersee

Türkisblaues Seensuchtsziel: Leopoldsteinersee

Radler austrinken, hineinspringen, nach Luft schnappen und sich freuen. Ein super Wander-Finale!

Radler austrinken, hineinspringen, nach Luft schnappen und sich freuen. Ein würdiges Wander-Finale!

Autor: Nina Müller

Leute-Redakteurin der Kleinen Zeitung Steiermark.

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