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Von Präbichl auf die Häuslalm (St. LRWW, Teil 22)

In Eisenerz sind wir letztes Jahr angekommen und haben die 2017er-Etappe mit einem Plantscher im Leopoldsteinersee beendet. Da die erste Etappe heuer ohnehin schon sehr lang ist und wegen einer vollen Hütte noch länger ausfallen wird, starten wir vom etwas höher gelegenen Präbichl (1092m) in das Landesrundwanderwegjahr 2018. Eine liebe Kollegin lässt uns bei der Talstation in die Wanderwoche. Wir grüßen die Männer, die die Sesselliftsitze im Freien kontrollieren, und steigen den Hang hinauf vorbei an dem Almdorf. Bis wir den richtigen Weg (die Laufstraße und Weg Nr. 871) finden, dauert‘s ein bisschen. Wir sind aber dennoch frohen Mutes, denn das Wetter ist fantastisch und die ersten Berggipfel suhlen sich in klarem, blauem Himmel.

Durch den Tunnel hinaus ins Wanderparadies

Durch den Tunnel hinaus ins Wanderparadies

Schließlich steigen wir von der Handlalm durch den Handlgraben in die Ausläufe des 45 Kilometer langen Hochschwabmassives hinauf. Bei der Leobner Hütte (1582), geöffnet nur von Donnerstag bis Sonntag, legen wir eine erste Rast ein. Umzingelt von Gipfeln wie Hochturm, Polster oder TAC (Techniker-Alpen-Club-Spitze!) genießen wir die ersten Wanderwürstel des Jahres und den Ausblick.

Die Leobner Hütte

Die Leobner Hütte

Traumhafte Aussicht bei der Leobner Hütte

Traumhafte Aussicht bei der Leobner Hütte

Ab jetzt begleitet uns der Nord-Süd-Weitwanderweg 05: Via Hirscheggsattel, Griesmauerboden und Neuwaldeggsattel hatschen wir über Almböden. Für den Besuch der Frauenhöhle fehlt uns leider die Zeit. Es muss sich aber auszahlen, noch Hunderte Meter später hören wir Gelächter und Geschnatter der Besucher.

Schon wenige Stunden nach der Abfahrt aus Graz sind wir im Weitwandermodus gelandet, zählen Höhenmeter, lachen über lustige Namen von Hütten, Kogeln oder Gräben und machen Kilometer.

Diese Kuh weist den Weg zum Hochturm

Diese Kuh weist den Weg zum Hochturm

Traumhafte Aussicht am Weg zum Hochschwabgipfel

Traumhafte Aussicht am Weg zum Hochschwabgipfel

Über die Hörndlalm und die Senkbodenalm erreichen wir die Sonnschienhütte auf der gleichnamigen Alm, wo wir uns eine Suppe und einen Wurstsalat gönnen. Ginge es nach uns, wäre jetzt genau der richtige Zeitpunkt für das Tagesende. Leider besetzen Schülergruppen die Unterkunft.

Wir müssen also weiter – die Häuslalm (1525 m) heißt unser Tagesziel und es dauert noch 50 Minuten, bis wir bei der guten Seele des Hauses, Magda, ein Hopfenerfrischungsgetränk bestellen. Davor müssen wir (schweren Herzens) gegen 19.15 Uhr noch den Hüpfer in den idyllisch gelegenen Sackwiesensee auslassen. Fazit: Es war ein erster langer Tag, der bald müde, erschöpft und satt im Lager endet.

Häuselalm

Ziel der ersten Etappe 2018: die Hütte auf der Häuslalm

Autor: Nina Müller

Leute-Redakteurin der Kleinen Zeitung Steiermark.

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